Demokratie leben

Das schwierige Erbe der Kriegsenkel

190619kriegsenkel_0007.jpg [(c): Laura Feindt] ©Laura Feindt

Projektbeschreibung:
Es ist bekannt, dass unverarbeitete traumatische Erfahrungen auch auf die Nachkommen der traumatisierten Menschen wirken können. Die Kriegskinder sind während des Zweiten Weltkrieges aufgewachsen. Viele von ihnen haben die Flucht erlebt. Ihre Kinder, die Kriegsenkel, sind im Frieden geboren. Ihnen hat es an nichts gemangelt. Oder etwa doch? Viele Kriegsenkel bedauern die fehlende Nähe zu ihren Eltern und deren geringes Verständnis für ihre Sorgen und Nöte. Manche von ihnen fühlen sich immer noch auf der Flucht. Sie verspüren Ängste, deren ursprüngliche Auslöser es längst nicht mehr gibt.

Im Rahmen von zwei Abendveranstaltungen soll gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern beleuchtet werden, wie sich dieser Mechanismus in der eigenen Familie zeigen kann. Bei der Suche nach Spuren, die der Zweite Weltkrieg in den nachfolgenden Generationen hinterlassen hat, können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Erfahrungen und Erinnerungen austauschen. Im Anschluss an eine Einführung in das Thema gibt es die Möglichkeit für Fragen und Austausch. Da die Hauptzielgruppe erwachsene Bürgerinnen und Bürger aus Laatzen sein werden, sind die Veranstaltungen in den Abendstunden geplant. 

Träger des Projektes: Leine-Volkshochschule

Ansprechpartner: Margarete Sigwart, sigwart@leine-vhs.de

Handlungskonzept:
Das Thema soll in zwei Abendveranstaltungen im öffentlichen Raum stattfinden - entweder im Stadthaus der Stadt Laatzen oder in den Räumlichkeiten der Leine-VHS.
In einem Rahmen, der den Austausch möglich macht, können Erfahrungen und Erinnerungen ausgetauscht werden, aber auch Parallelen zu heutigen Entwicklungen gezogen werden.
Damit die Teilnehmer*innen das Thema im Anschluss an die Veranstaltung selbstständig vertiefen können, werden sie informiert über:
- Recherchemöglichkeiten zur Familienvergangenheit
- Vertiefende Literatur
- Vernetzungsmöglichkeiten unter Kriegsenkeln
- Weiterführende Gesprächsangebote, auch im Einzelsetting

Beworben werden die Veranstaltungen sowohl über die Homepage von Demokratie leben als auch dem Programm der Leine-VHS. Darüberhinaus soll auch über die Presse auf diese besondere Reihe aufmerksam gemacht werden. Da die Hauptzielgruppe - erwachsene Bürger*innen aus Laatzen sein werden - sind die Veranstaltungen in den Abendstunden geplant. 

Teilnehmerzahl: 40

Projektzeitraum: 12.03.2019 - 31.12.2019

Fördersumme: 1.130,00 €

© Daniel Junker E-Mail