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Partnerschaft für Demokratie

Die Partnerschaften für Demokratie in Laatzen steuern und führen die Laatzener Projekte zusammen, die unter dem Dach von „Demokratie leben!“ entwickelt werden.

Aufbauend auf bewährten Elementen soll die erfolgreiche Arbeit der Lokalen Aktionspläne der früheren Bundesprogramme nunmehr in Form von lokalen bzw. regionalen „Partnerschaften für Demokratie“ konzeptionell fortgesetzt werden. Die „Partnerschaft für Demokratie“ soll die zielgerichtete Zusammenarbeit aller vor Ort relevanten Projektträger unterstützen und zur nachhaltigen Entwicklung lokaler und regionaler Bündnisse in diesen Themenfeldern beitragen.

Strategische Ziele der Stadt Laatzen sind u.a. „Familienfreundliche Stadt sein“ und „Hohe Bildungschancen gewährleisten“. Demokratische Beteiligung wird als wesentliche Aufgabe aller kommunalen Akteure verstanden. Ziel ist es, die Demokratie weiterzuentwickeln und nachhaltige Bündnisse gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus zu schaffen.

Seit 2015 wurden bislang insgesamt 82 Projekte durchgeführt und hiermit ca. 8.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erreicht. Jedes Jahr sind die Träger in Kooperation mit Künstlerinnen und Künstlern, Pädagoginnen und Pädagogen sowie einer Vielzahl von Ehrenamtlichen für die Umsetzung der Projekte in den Schulen, Kindergärten und anderen Orten des demokratischen Zusammenlebens, wie dem Interkulturellen Garten und dem Mitmachgarten in Laatzen, verantwortlich. Die erfolgreiche und vertrauensvolle Zusammenarbeit basiert auf einen verlässlichen, großen und vielfältigen Kreis von Projektträgern und weiteren zivilgesellschaftlichen Akteuren.

In 2020 stellt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen von Demokratie leben! der Stadt Laatzen eine Zuwendung von Bundesmittel in Höhe von bis zu 125.000,00 Euro als Projektförderung zur Verfügung. Der Eigenanteil liegt bei 13.888,88 Euro. Für das Förderjahr 2020 werden die Fördermittel wie folgt aufgeteilt:

1. Im Rahmen des Aktions- und Initiativfonds, ausgestattet mit 100.000,00 Euro für Projekte vorrangig mit folgenden Schwerpunkten: Probleme beim Zusammenleben, Alltagsrassismus/Alltagsdiskriminierung, Frühkindliche Bildung Demokratie, Begegnungen von bereits in Laatzen lebenden und neu ankommenden Menschen mit Fluchterfahrungen.

2. Der Jugendfonds, ausgestattet mit 10.000,00 Euro für Einzelmaßnahmen, die vom Jugendbeirat bewilligt und durch einen Träger verwaltet werden.

3. Öffentlichkeits-, Partizipations-, u. Vernetzungsarbeit und Coaching ausgestattet mit 15.000,00 Euro.

Leitziele
1. Teilhabe durch Bildung
2. Teilhabe durch Engagement
3. Teilhabe durch Information

Mittlerziele
1. Frühkindliche Bildung
    Schulische Bildung
    Außerschulische Bildung
2. Engagement fördern
    Zielgruppen- und altersgruppenspezifische Beteiligung
3. Öffentlichkeitsarbeit schafft Transparenz

Handlungsziele
Gefördert werden Projekte, die:

1.
- dazu dienen, dass Kinder sich bereits im vorschulischen Bereich kreativ und spielerisch mit der Vielfältigkeit des Zusammenlebens   auseinandersetzen und ihre Fähigkeiten in Bezug auf Respekt, Toleranz und demokratischem Verhalten optimal entwickeln können.
- die dazu dienen, die vorhandenen individuellen Fähigkeiten zu stärken und neue Fähigkeiten zu erwerben. Dies führt zu einer Stärkung des Selbstwertgefühls, des Selbstbewusstseins und des Miteinanders.
- die zum Ziel haben, die Chancen von allen Jugendlichen zu verbessern

2.
- die es ermöglichen, Menschen zusammen zuführen um Gemeinsamkeiten zu erkennen, Verschiedenartigkeit zu respektieren und voneinander lernen zu können.
- Das Heranführen und Mitgestalten von kulturellen Veranstaltungen ermöglicht den Austausch und die Auseinandersetzung mit den verschiedenen Kulturen.
- die politische Entscheidungswege aufzeigen und es den Menschen ermöglichen, ihre eigenen Vorstellungen, Wünsche etc. in diese Prozesse einzubringen. Die Beteiligung von jungen Menschen an der „Partnerschaft für Demokratie“ soll u. a. durch die Bildung eines Jugendforums gestärkt werden.
- die öffentliche Plätze für gemeinsame Aktivitäten nutzbar machen und durch gemeinsames Handeln daraufhin wirken, dass die interkulturelle Verständigung gefördert wird.

3. 
- Es werden Projekte initiiert, die die Funktionsweise einer demokratischen Gesellschaft aufzeigen oder die gesellschaftliche Vermittlung von Toleranz und Wertschätzung zum Inhalt haben.
- Unter Berücksichtigung zielgruppengemäßer Kommunikationsformen, wie z.B. Internet, soziale Foren, Flyer, Film und Presse werden möglichst viele Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Laatzen angesprochen und informiert.