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Im Projekt "Ich kann was tun" pflanzen Schülerinnen und Schüler aus dem vierten Jahrgang der Grundschule Im Langen Feld Laatzen einen Baum im Interkulturellen Garten in Laatzen-Mitte.

Ich kann was tun

Projektbeschreibung:
Die Projekte „Wir entscheiden mit!“ (2021) und „Auf die Plätze. Fertig. Los!“ (2022) an der Grundschule Im Langen Feld haben gezeigt, dass die Schüler:innen sehr viel Sorge um die Zukunft haben. Neben der Corona-Pandemie haben auch der Ukraine-Krieg und der Klimawandel bei den Kindern Spuren hinterlassen, die tiefer sitzen und als existenziell bedrohlich erlebt werden. Ziel ist, diese Zukunftsängste kindgerecht aufzufangen, Kindern einen guten Umgang mit Ängsten nahezubringen und hierbei ihre Selbstwirksamkeit zu stärken.

Im Rahmen des insgesamt 12-tägigen Workshops sollen sich die Kinder der Grundschule Im Langen Feld (vier 4. Klassen, pro Klasse drei Tage) am ersten Tag zu-nächst mit ihren Stärken und Fähigkeiten auseinandersetzen (z. B. mit Hilfe von Theaterübungen, Phantasiereisen, etc.). Am zweiten Tag geht es schwerpunktmäßig um das Benennen von Ängsten (z. B. aktuelle und zukunftsgerichtete Ängste) und die Frage, wie man damit umgehen kann. Hierbei sollen die Kinder ihre eigenen Ideen, Alternativen und Antworten zum Umgang mit Krisen mit Hilfe von Theaterszenen kreativ umsetzen. Der dritte Projekttag dient dazu, die gewonnenen Erkenntnisse und Handlungsoptionen zusammenzutragen und zu reflektieren. Die Idee ist, dass zum Abschluss alle 4. Klassen ihre Botschaften und Wünsche an einem selbst gepflanzten Baum sichtbar machen und hiermit ein Zeichen setzen.

Träger des Projektes: Förderverein der Grundschule Im Langen Feld

Ansprechpartner: Nadine Schildt, gs-im-langen-feld@laatzen.de

Handlungskonzept:
In den vergangenen beiden Projekten an der Grundschule Im Langen Feld „Wir entscheiden mit!“ und „Auf die Plätze. Fertig. Los!“ ging es zum einen um selbstbewusste Meinungsäußerung und zum anderen um Beteiligungsprozesse. In beiden Projekten, die 2021 und 2022 durchgeführt wurden, haben wir festgestellt, dass die Schüler:innen sehr viel Sorge um die Zukunft haben. Das verwundert nicht, denn diese Jahre waren geprägt von der Corona Pandemie und den Folgen des Ukraine Krieges und der damit verbundenen Energiekrise. Dazu kommt noch die Klimakrise, die eine diffuse Angst bei Kindern auslöst, da dieser Vorgang schwer fassbar ist. Begriffe, die mit Krise, Krankheit oder Krieg verbunden sind, sind für Kinder nur schwer zu verstehen, führen aber zu tiefsitzenden Sorgen, die sie nicht immer formulieren und äußern. Das Unverständnis kann in einem Ohnmachtsgefühl und einer Hilflosigkeit enden, derer es zu begegnen gilt.

Das Projekt „Ich kann was tun!“ gibt Kindern Raum, diese Ängste zu formulieren und damit umzugehen. Welche Bewältigungsstrategien gibt es in Zeiten von persönlichen oder globalen Krisen? Wie kann ich selbstwirksam sein und mich dadurch nicht als Opfer, sondern als Gestalter:in fühlen?

In einem drei Tages Programm werden die Kinder am ersten Tag mit kreativen Mitteln an die eigene Stärke und die Stärken der Klasse herangeführt. Nur wer das Positive an sich selber sieht, kann sich als selbstwirksamen Menschen erleben und die eigenen Fähigkeiten einsetzen, um sich gegen Krisen zu stemmen. Dazu gehören Selbstbewusstsein stärkende Theaterübungen genauso wie Übungen zur Entspannung von Geist und Körper (z.B.: Atemübungen, Phantasiereisen).

Am zweiten Tag geht es schwerpunktmäßig um das Benennen von Ängsten (aktuelle und zukunftsgerichtete Ängste), um dann konkret daran weiter zu arbeiten. Die Fragen werden dann sein, was kann gegen diese Ängste getan werden? Mit welcher Haltung begegne ich ihnen und kann ich vielleicht ganz praktisch etwas unternehmen, damit ich mich besser fühle, weil ich aktiv geworden bin?! Dazu werden mit den Schüler:innen Theaterszenen entwickelt, in denen ein aktiver Umgang mit Krisen gefunden wird. Sollten konkrete Ängste benannt werde, denen man direkt etwas entgegensetzen kann, wird auch das spontan in das Programm mit eingebaut. Z.B. die Sorge um einen Krieg (Brief an Politiker:innen schreiben und abschicken), die Sorge um die Natur um uns herum (könnte zu einer Müllsammelaktion führen) u.s.w.. Der dritte Tag wird den Erkenntnissen der letzten zwei Projekttage gerecht. Ein immer wiederkehrender Wunsch der Schüler:innen war die Sehnsucht nach mehr Natur um sie herum und die Sorge durch den fortschreitenden Klimawandel. Die Idee ist, dass alle 4. Klassen einen Baum pflanzen, um ein Zeichen zu setzten. Dieser Baum wird mit Schildern der Schüler:innen versehen, was sie sich von der Gesellschaft wünschen und selber dazu beitragen können.

Teilnehmerzahl: 65 - 75

Projektzeitraum: 28.04.2022 - 31.12.2023

Fördersumme: 15.421,50 € (plus 1.713,50 € Eigenanteil)