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Eine israelische Flagge weht an einem Strand

Israel - Judentum

Projektbeschreibung:
Der Antisemitismus, der sich in der Gesellschaft und insbesondere auch in Schulen ausbreitet, z. B. wenn auf dem Schulhof „Du Jude“ als Schimpfwort benutzt wird, wird häufig heruntergespielt. In der Schule lernen Schüler:innen Juden vor allem als Opfer des Holocaust kennen. Jüdische Geschichte und Kultur vor und nach dem Holocaust ist nur sehr selten Unterrichtsthema. Ziel ist es, Schüler:innen ein lebendiges und differenziertes Bild des Judentums und israelischen Staates zu vermitteln, um Vorurteile gegenüber Juden abzubauen.

Israel - vielseitig und interessant

Im Rahmen dieses Projektes erarbeiten Jugendliche die Vielseitigkeit des Landes Israel. Auf vorbereiteten Arbeitsblättern ergänzen Jugendliche ihr frisch angeeignetes Wissen, das sie sich während der Projekttreffen aneignen. Die Projektkünstlerin und Schriftstellerin Corinna Luedtke erstellt für dieses Projekt Arbeitsunterlagen, die auf „leichte“ Weise über das Land Israel informieren. Die Jugendlichen ergänzen in Bild und Schrift die Arbeitsblätter, die am Ende zu einer Broschüre zusammengeführt werden. Dabei sollen die Teilnehmenden auch sich selbst reflektieren.

Beispiel: geht es um das Land Israel und welche Bevölkerungsgruppen dort leben, soll auf dem nächsten, ggf. gegenüberliegenden Blatt die eigene Person beschriebenen werden. Ich heiße (Name) lebe in Deutschland, komme aus Syrien usw. Resultat: auf zwei Seiten sind zwei Länder als Landkarte zu sehen, das eine Land ist Israel, das andere zeigt das Geburtsland der Teilnehmenden. Auf diese Weise wird immer wieder Bezug auf die eigene Identität und die eigenen Wurzeln Bezug genommen und in Relation gesetzt. Weitere Beispiele: Kulinarisches in Israel, Lieblingsessen der Jugendlichen. Für einige Themengebiete wird der Rückbezug auf die eigene Person herbeigeführt. Dafür eignen sich zum Beispiel: Sprache, Klima, Feste, usw.

Die Themengebiete, die während der Projekttreffen/in der Broschüre erarbeitet werden sollen:
• Entstehungsgeschichte des Staates Israel
• Schalom - Frieden (Begrüßung)
• Bevölkerungsgruppen
• Bevölkerung der Juden weltweit
• Die Sprachen, die gesprochen werden
• Kultur, Kultgegenstände
• Feste und Gebräuche
• Besonderheiten des Landes, zum Beispiel das Leben im Kibbuz
• Religion
• Verfolgung der Juden, Kriege
• Jerusalem, Tel Aviv
• Israel als Start Up-Nation

Israel - das Land, in dem jedes Jahr ein Baumfest gefeiert wird und wo Geschichte lebendig gehalten wird. Das Laubhüttenfest etwa, das die Wanderung der Juden von Ägypten in die Wüste in Erinnerung ruft, als die Juden in Laubhütten wohnten, weil sie noch keine Häuser hatten.

Projektziele:
Am Ende des Projektes halten die Teilnehmenden ihre eigene, individuelle Broschüre in den Händen. Die Jugendlichen haben viel über das Land Israel und die Juden erfahren. Die wichtigsten Themengebiete und Eckdaten finden sich in der Broschüre wieder. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer findet sich in ihrer/seiner eigenen Broschüre wieder. Geburtsland oder Wahlheimat, Name, Lieblingsessen, Kultur usw. sind persönliche Angaben, die sich zum Leben in Israel unterscheiden und die die Persönlichkeit der einzelnen Teilnehmenden widerspiegeln. So entsteht ein „einfacher“, barrierefreier Zugang zum Staat Israel, der auf leicht zugängliche Weise erklärt und gemeinsam erarbeitet wird.

Potenzielle Vorurteile und Vorbehalte gegen Juden und den israelischen Staat werden abgebaut. Das Projekt verhilft auf altergerechte Art und Weise zu einem Wissen, das auf Fakten basiert und sachlich über die Juden und Israel informiert. Es sensibilisiert die Teilnehmenden für Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung.

Das Projekt ist für Altersstufen ab 12 Jahre aufwärts geeignet.

Es eignet sich für Projekttage an Schulen oder im Rahmen des Unterrichts. Es kann an die gewünschten Rahmenbedingungen und Bedürfnisse der jeweiligen Klassen angepasst werden.

Träger des Projektes: Leine-VHS gGmbH

Ansprechpartner: Inna Belinskaia, belinskaia@leine-vhs.de

Handlungskonzept:
Das Projekt besteht aus 4 Phasen:

Erarbeitung von den Arbeitsblättern zu den oben genannten Themen
Die Dozentin entwickelt altersgerechte Arbeitsblätter, die der Zielgruppe ermöglichen, Informationen zu bearbeiten und Vergleiche zwischen den Kulturen zu schließen. Diese Arbeitsblätter werden für die gemeinsame Entwicklung der Broschüre verwendet.

Durchführungsphase: Unterricht der Jugendlichen, Gruppenarbeit
Die Durchführungsphase ist flexibel geplant und kann entsprechend den Schulbedarfen angepasst werden.

Nachbearbeitung und Digitalisierung der Broschüre
Die Broschüre wird anschließend digitalisiert, damit die Ergebnisse der Projektarbeit auch nach dem Abschluss des Projektes genutzt werden können.

Evaluation und Abschlussbericht
Mit dem einfachen Evaluationsbogen sollen nicht nur die Ergebnisse des Projektes ausgewertet werden, es soll auch den Teilnehmenden die Möglichkeit gegeben werden über die eigenen Vorurteile und das neue Wissen zu reflektieren.

Teilnehmerzahl: 15

Projektzeitraum: 13.05.2022 - 31.12.2022

Fördersumme: 6.361,13 € (plus 706,79 € Eigenanteil)