Demokratie- und Naturlotsen
Projektbeschreibung:
Ziel ist, Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren zu Natur- und Demokratielotsen zu qualifizieren. Mit einem Peer-to-Peer-Ansatz übernehmen die Jugendlichen eine aktive Rolle in der Gestaltung und Durchführung von niedrigschwelligen, altersgerechten Bildungsangeboten für jüngere Kinder im Alter von 8 bis 13 Jahren. Durch gemeinsames Handeln im Naturraum sollen soziale Kompetenzen und demokratische Grundregeln spielerisch erfahr- und erlebbar gemacht und nachhaltiges Handeln gefördert werden.
Das Projekt ist in drei Phasen gegliedert. In der ersten Phase (September) erfolgt im Rahmen eines fünftägigen Workshops unter Anleitung einer pädagogischen Fachkraft die Qualifizierung der Jugendlichen zu Themen wie z. B. Demokratiebildung, Naturpädagogik, Gruppenleitung, Konfliktmanagement etc. In der zweiten Phase (Oktober bis November) setzen die Jugendlichen ihr erworbenes Wissen im Rahmen von Naturworkshops, Projekttagen und Ferienformaten gemeinsam mit den jüngeren Kindern praktisch um. Hierbei werden sie weiterhin fachlich begleitet, um ihre Kompetenzen zu reflektieren und weiterzuentwickeln.
Abschließende Austauschrunden im Dezember sollen dazu dienen, die gemachten Erfahrungen zu reflektieren und die erworbenen Kompetenzen auch nach Projektende nachhaltig zu verankern.
Träger des Projektes: Naturfreunde Deutschlands e.V., Ortsgruppe Wolfenbüttel
Ansprechpartnerin: Niklas Lewandowski, vorstand@nfwf.de
Handlungskonzept:
Das Projekt ist in drei aufeinander aufbauende Phasen gegliedert, die eine systematische Entwicklung von der Qualifizierung bis zur eigenständigen Umsetzung und Verstetigung gewährleisten.
In der ersten Phase im September 2026 liegt der Fokus auf der Gewinnung und Qualifizierung der teilnehmenden Jugendlichen. In enger Kooperation mit Schulen und weiteren lokalen Partnern werden geeignete Teilnehmende angesprochen und ausgewählt. Die anschließende Ausbildung erfolgt modular über einen Zeitraum von fünf bis sieben Tagen und vermittelt zentrale Inhalte wie Demokratiebildung, Naturpädagogik, Moderationstechniken, Gruppenleitung sowie Konfliktmanagement.
Ergänzend werden die Jugendlichen für Themen wie Diversität, Diskriminierung und Inklusion sensibilisiert. Die Qualifizierung wird durch eine sozialpädagogische Fachkraft begleitet, die auch im weiteren Projektverlauf als kontinuierliche Ansprechperson zur Verfügung steht.
In der zweiten Phase von Oktober bis November 2026 setzen die Jugendlichen ihr erworbenes Wissen praktisch um. Sie planen eigenständig Bildungsangebote und führen diese in Form von Naturworkshops, Projekttagen und Ferienformaten durch. Dabei übernehmen sie die Leitung der Gruppen und gestalten Lernprozesse aktiv.
Die Angebote finden überwiegend im Naturraum statt, der als erfahrungsbasierter Lernort dient und vielfältige Anlässe für demokratisches Handeln bietet. Die Jugendlichen werden während dieser Phase weiterhin fachlich begleitet und erhalten regelmäßiges Feedback, um ihre Kompetenzen zu reflektieren und weiterzuentwickeln.
Die dritte Phase im Dezember 2026 dient der Reflexion, Auswertung und nachhaltigen Verankerung des Projekts. In gemeinsamen Auswertungstreffen werden Erfahrungen reflektiert, Lernergebnisse gesichert und Perspektiven für die Weiterarbeit entwickelt. Ein zentraler Bestandteil ist die Verstetigung der aufgebauten Strukturen: Die ausgebildeten NaturePeers werden auch nach Abschluss der Projektlaufzeit weiterhin aktiv sein und ihre Kompetenzen in zukünftige Bildungsangebote einbringen. Konkret ist vorgesehen, dass sie langfristig als Natur- und Demokratiecoaches im Raum Laatzen tätig bleiben und dort eigenständig Projekte gestalten und durchführen. Auf diese Weise wird die Nachhaltigkeit des Projekts sichergestellt und eine dauerhafte Verankerung im kommunalen Bildungsnetzwerk erreicht.
Teilnehmerzahl: 50
Projektzeitraum: 01.08.2026 - 31.12.2026
Fördersumme: 4.554,00 € (plus 506,00 € Eigenanteil)
