Demokratie leben

Gemeinsam unterwegs in Laatzen - Begegnung gestalten

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Frühstück der Teilnehmerinnen im Projekt Gemeinsam unterwegs in Laatzen an der Arche der Thomaskirchengemeinde im Programm Demokratie leben


Seit 2014 kommen verstärkt geflüchtete Menschen nach Laatzen. Durch verschiedene Angebote (Fuß fassen, Mama-Café, Mütterberatung für Frauen mit und ohne Migrationshintergrund) wurden erste Erfahrungen gemacht und weitere Bedürfnisse sichtbar.

Ziel des Projekts ist, geflüchteten Menschen, insbesondere schwangeren Frauen und Müttern mit kleinen Kindern mithilfe verschiedener Maßnahmen die Orientierung im Sozialraum, den Aufbau und die Pflege von sozialen Kontakten sowie den Spracherwerb zu ermöglichen. Hierbei sollen kulturell geprägte Auffassungen von Familie und Erziehung sowie Geschlechterrollen thematisiert werden und den Abbau von Vorurteilen in der Mehrheitsgesellschaft fördern.

Mögliche Ausflugsziele sind der interkulturelle Garten (z.B. ein gemeinsames Sommerfest), der Gemeinschaftsgarten im Park der Sinne, das Bürgerbüro und das Frauenberatungszentrum Donna Clara. Durch das kontinuierliche und verlässliche Gruppenangebot über einen längeren Zeitraum entwickeln die Frauen Offenheit und Neugierde, auf andere Menschen zuzugehen und Institutionen und Orte in Laatzen kennenzulernen.
Das Lernen des Alltagswortschatzes und die Begegnung mit anderen Frauen, die teilweise schon seit vielen Jahren in Laatzen leben, ist eine gute Möglichkeit, gegenseitige Vorurteile abzubauen und kulturell geprägte Auffassungen von Familie und Erziehung sowie Geschlechterrollen zu hinterfragen. So erfolgt die Förderung der interkulturellen Verständigung, die zu einer Zunahme von Toleranz und Respekt auf beiden Seiten führen kann und somit den Abbau von Vorurteilen der Mehrheitsgesellschaft begünstigt.

Durch das kontinuierliche und verlässliche Gruppenangebot über einen längeren Zeitraum gewinnen die Teilnehmerinnen Sicherheit in einem vorher fremden Land. So entsteht eine gute Lernatmoshäre, sie entwickeln Offenheit und Neugierde, auf andere Menschen zuzugehen und Institutionen und Orte in Laatzen kennenzulernen. Die Teilnehmerinnen kommen mit Menschen aus der Nachbarschaft in Kontakt und erfahren mehr über das Alltagsleben in Deutschland.

Die spezifischen Erfahrungen von Frauen und Mädchen ebenso wie die von Männern und Jungen wurden bei der Planung des Projektes ausdrücklich beachtet. Um den vielfältigen und komplexen Lebenslagen und Erfahrungen gerecht zu werden, wurde dieses Projekt entwickelt - um so den TN die die Möglichkeit zu geben, sich an allen relevanten gesellschaftlichen Prozessen zu beteiligen – und zwar unabhängig von ihren individuellen Fähigkeiten, kultureller, ethnischer wie sozialer Herkunft, Religion, Geschlecht oder Alter.


Träger des Projektes: Diakonieverband Hannover-Land

Handlungskonzept:
1. Orientierung im Sozialraum durch die Projektleitung.
2. Kennenlernen von weiteren Akteuren und Projekten vor Ort in Laatzen.
3. Planung Projektablauf (Start- bis Schlusstermin, Fest(e) und inhaltliche Vorbereitung (grob)).
4. Gestaltung Flyer zu Werbezwecken.
5. Information über die Presse/Gemeindeblatt.
6. Werbung in bestehenden Gruppen und Angeboten (Mama-Café, Umsonstladen für Babyerstausstattung...).
7. Projektstart.
Die Punkte 8. - 10. wiederholen sich bis zum Projektende:
8. Vorbereitung des Treffens.
9. Durchführung Treffen.
10. Nachbereitung Treffen.
11. Gestaltung Projektende.
12. Evaluation


Teilnehmerinnenanzahl: 12

Projektzeitraum: 08.03.2017 - 31.12.2017

Fördersumme: 4.296,55 € (+ Eigenbeteiligung: 300,00 €)

© Daniel Junker