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Tatorte - Auf den Spuren des Alltagsrassismus / der Alltagsgewalt in Laatzen

Projektbeschreibung:
Ziel des Projekts ist, dass sich Schülerinnen und Schüler der Albert-Einstein-Schule mit Alltagsrassismus im Stadtgebiet und in der persönlichen Umgebung auseinandersetzen. Hiermit soll der Blick auf die eigenen Erfahrungen z.B. mit Ablehnung, Vorurteilen oder der Reduzierung auf äußere Persönlichkeitsmerkmale geschärft werden. Im Rahmen einer Abschlussveranstaltung mit Fotoausstellung und Podiumsdiskussion werden Besucherinnen und Besucher eingeladen, über die Chancen und Herausforderungen einer toleranten, demokratischen und vielfältigen Gesellschaft zu diskutieren und nachzudenken.

Im Rahmen eines insgesamt 7-tägigen Workshops soll eine Schülerinnen- und Schülergruppe unter Anleitung rassistisch motivierte Übergriffe der vergangenen 5 Jahre im Stadtgebiet Laatzen recherchieren und hierüber Texte und eigene Berichte verfassen. Eine weitere Gruppe besucht in Zusammenarbeit mit dem Fotokünstler Uwe Stelter die zuvor recherchierten Orte im Rahmen eines Foto-Walks und arbeitet die Ergebnisse fotografisch auf. Abschließend sollen die Ergebnisse von Text und Fotografie zusammengefügt und im Rahmen einer Ausstellung mit Podiumsdiskussion in der Albert-Einstein-Schule Ende November/Anfang Dezember präsentiert werden. Hierzu werden der Begleitausschuss, die örtliche Presse, die gesamte Schulgemeinschaft sowie weitere Interessierte eingeladen.

Träger des Projektes: Förderkreis der Albert-Einstein-Schule KGS Laatzen

Ansprechpartner: Anja Fischer, fischer@kgslaatzen.eu

Handlungskonzept:
PHASE 1:
Recherche und Erstellung von Texten / Berichten und Fotografien.

Die erste Gruppe arbeitet dokumentarisch und journalistisch.
- Es können unterschiedliche Gruppen/ Klassen an diesem Projekt teilnehmen.
- Die Teilnehmenden recherchieren rassistisch motivierte Übergriffe in Laatzen der vergangenen 5 Jahre.
Quellen: z.B. Zeitungsarchive, Polizeiberichte, Frauenhaus, Üstra, Erfahrungen in Sportvereinen, persönliche Erfahrungen der Schüler*innen, Interviews z.B. mit Lokalpolitikern.
Die Vorfälle werden gesammelt, gelistet und verschriftlicht. Orte, die mit entsprechenden Vorkommnissen oder auch geplanten Taten in Zusammenhang stehen, werden beschrieben und kartografiert.

Die zweite Gruppe arbeitet dokumentarisch und künstlerisch (Uwe Stelter)
- 4 tägiger Workshop mit einer Gruppe/ Klasse, 12 - 18 Teilnehmende
- 1. Tag: Basics der Fotografie mit Kamera und Smartphone
- 2. Tag: Fotowalk längs der von Gruppe 1 kartografierten Orte - Auswahl der Orte für
- 3. Tag: „Beschreibende und / oder inszenierte Tatortfotografie
- 4. Tag: Auswahl / Besprechung einiger Fotografien für eine Ausstellung am PC

PHASE 2:
Zusammenfügen von Text und Bild für eine Ausstellung
- Lehrkäfte in Zusammenarbeit mit Uwe Stelter:
- 1. Tag (Theorie) Möglichkeiten von Text und Fotografiekombinationen Fotografien sind kontextabhängig. Die Teilnehmenden erfahren wie sich der Bildinhalt durch unterschiedliche Bildunterschriften / Beschreibungen etc. verändert.
- 2.Tag (Praxis) Zusammenführen der Fotografien und Texte. Wir entwickeln eine verbindliche Form für die Ausstellung „Tatorte“. Entwurf von Material für Einladungen zur Ausstellung und Informationen für die Presse

PHASE 3:
Ausstellung des Projektes „Tatorte“ mit Podiumsdiskussion in der Albert-Einstein-Schule

Teilnehmerzahl: 12 bis 18

Projektzeitraum: 21.05.2020 - 31.12.2020

Fördersumme: 5.500,00 € (plus 500,00 € Eigenanteil)