Demokratie leben

Qualifizierung Ehrenamtlicher

Motiviert durch den verstärkten Zuzug von geflüchteten Menschen hat sich in Laatzen ein Netzwerk für Flüchtlinge gebildet, das zur Zeit ca. 80 Personen umfasst, die unterstützende Angebote zur Sprachförderung machen, Freizeitangebote mit und für die Neuankömmlinge organisieren, Einzelbetreuungen für besonders Bedürftige anbieten sowie Geld- und Sachspenden akquirieren. Viele Aktive kommen dadurch in interkulturelle Begegnungen und Beziehungen, die sie bisher so intensiv noch nicht gepflegt hatten. Trotz oder gerade wegen des hohen Motivationsgrades, mit dem sich die Aktiven in die Arbeit begeben, sind aber auch Herausforderungen zu bewältigen, die sich oft aus der kulturellen Verschiedenheit der Partner ergeben. Werden diese Herausforderungen nicht als solche wahrgenommen, negiert und/oder nicht angemessen bearbeitet, droht Frustration und ein Abbruch in Motivation und Aktion.
Dieses Projekt zielt darauf ab, das bürgerschaftliche Engagement der im Netzwerk Aktiven zu stärken und zu festigen, und dient damit dem Leitziel "Teilhabe durch Engagement" im Lokalen Aktionsplan (2.). Das ehrenamtliche Engagement im Netzwerk ist ein wichtiger Baustein für die Willkommenskultur in der Stadt. Da die allermeisten Aktiven sehr gut in der städtischen Gesellschaft vernetzt sind, können sie weit in diese hineinwirken. Sie fungieren auch in dieser Funktion als Multiplikatoren und Vorbilder.
Das Projekt will zur Motivierung, Ermutigung und Ermöglichung von bürgerschaftlichem Engagement in einem Feld, das zur Zeit von größer gesellschaftlicher Wichtigkeit ist, beitragen und dient damit dem Mittlerziel "Engagement fördern" (2.1.).
Thematisch steht die Auseinandersetzung mit kulturellen Verschiedenheiten im Mittelpunkt. Wesentlich ist dabei auch die bewußte Wahrnehmung der eigenen Kultur, die Auseinandersetzung mit den Unterschieden, das Ausloten und Überwinden eigener kultureller Grenzen. Das Projekt dient damit dem Handlungsziel.

Träger des Projektes:
Jugendmigrationsdienst des Ev.-luth. Kirchenkreises Laatzen-Springe

Handlungskonzept:
Mit diesem Projekt soll den Aktiven im Netzwerk für Flüchtlinge ein Schulungsangebot gemacht werden, das vor allem darauf abzielt, die interkulturellen Kompetenzen zu stärken und zu erweitern.
Ziele der Schulung sind vorrangig:
• Bewusster Umgang mit eigenem Hintergrund und Erfahrungen
• Sensibilisierung gegenüber Vorurteilen
• Selbstreflexion als Basis einer integrativen Haltung
• Bewusstwerdung der eigenen ganz individuellen kulturellen Verortung
• Vielfalt unterschiedlicher Ausgangssituationen (ver)stehen lassen und respektieren lernen
• Trennung von Beobachtung und Interpretation in der interkulturellen Kommunikation erlernen
Der Kurs umfasst 30 Stunden, die zum Teil abends und zum Teil an Samstagen angeboten werden.

Teilnehmerzahl: 18

Projektzeitraum: 01.10.2015 -31.12.2015

Kosten: 3285,- €